Unterirdische Gänge Týn nad Vltavou

Das gesamte System der von Hand in den Fels gehauenen unterirdischen Gänge entstand vermutlich zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert. Der ursprüngliche Zweck des Labyrinths ist noch nicht vollständig geklärt. Es könnte als Wasserauffanggalerie, als Fluchtwege aus der Stadt in Gefahrensituationen oder als sicherer Zufluchtsort in unruhigen Zeiten gedient haben. Eine weitere Theorie spricht von einem Abbau eines bisher unbekannten Minerals.

Die Besichtigungsroute ist etwa 320 Meter lang. Vom Hauptweg führen mehrere Sackgassen ab, daher wird Besuchern dringend geraten, dem Führer zu folgen. Zu sehen sind zwei Brunnen mit Trinkwasser, ein künstlicher Teich, Werkzeugspuren an den Wänden und ein unvollendeter Ausgang, der Nadlom genannt wird. Bei Reinigungsarbeiten wurden Keramikscherben aus dem 15.–18. Jahrhundert und eiserne Kugeln von Schusswaffen gefunden.

Die Gänge sind sehr eng und niedrig, teilweise nur 120 Zentimeter hoch, daher wird die Tour Personen mit Klaustrophobie nicht empfohlen. Besucher müssen Regenmantel, Gummischuhe und eine gute Taschenlampe tragen – alles wird von den Führern bereitgestellt. Die maximale Teilnehmerzahl pro Führung beträgt 10 Personen. Tickets können im Stadmuseum reserviert werden.

Adresa
Podzemní chodby v Týně nad Vltavou
náměstí Míru 1
Týn nad Vltavou 375 01

Instagram: @hlubokanadvltavou

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