Das Denkmal des böhmischen Adligen Zawisch von Falkenstein
Das Denkmal des böhmischen Adligen Zawisch von Falkenstein (Záviš z Falkenštejna) aus dem Geschlecht der Witigonen, der am 4. Juli 1290 wahrscheinlich auf der Wiese am rechten Moldauufer unterhalb der Burg Frauenberg (Hluboká) durch Enthauptung hingerichtet wurde. Das Denkmal ließ Fürst Adolf Josef von Schwarzenberg im Jahr 1895 errichten.
Zu jener Zeit herrschte in Böhmen ein Bürgerkrieg mit den Witigonen. Zawisch wurde nach anderthalb Jahren Gefangenschaft auf der Prager Burg im Jahr 1290 vor Gericht gestellt und verurteilt. König Wenzel II. nutzte dies, um die unter der Kontrolle der Witigonen stehenden südböhmischen Burgen zurückzugewinnen. Nikolaus von Troppau, der das gegen die aufständischen Witigonen entsandte Heer anführte, zwang die Hauptleute der einzelnen Festungen stets unter Androhung von Zawischs Hinrichtung zur Übergabe. Die Situation eskalierte, als das Heer vor der Burg Hluboká stand, die von Zawischs älterem Bruder, Witiko von Krumau, verteidigt wurde. Witiko weigerte sich nachzugeben, und auch die königliche Seite war nicht zu Verhandlungen bereit. So wurde Zawisch vermutlich am 4. Juli auf der Wiese unterhalb der Burg enthauptet.
Zawischs Leichnam wurde mit Zustimmung des Königs in der Grablege der Rosenberger in Hohenfurth (Vyšší Brod) beigesetz.
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Pomník Záviše z Falkenštejna
Hluboká nad Vltavou 373 41